Bericht zu den Auswirkungen von Horizont-2020- und Horizont-Europa-Projekten in der Biotechnologie

Die Europäische Kommission hat den Bericht „Securing Europe’s biotech lead – How collaborative research drives biotech health innovation and global competitiveness“ veröffentlicht.

Der Bericht untersucht, welchen Beitrag die europäische Verbundforschung zur Entwicklung von Innovationen in der Gesundheitsbiotechnologie und zur Wettbewerbsfähigkeit Europas leistet.

Analysiert wurden 154 Verbundforschungsprojekte aus der Gesellschaftlichen Herausforderung 1 (Horizont 2020) und dem Cluster Gesundheit (Horizont Europa), die im Rahmen der Ausschreibungen von 2014 bis 2021 gefördert und bis Ende 2025 abgeschlossen wurden. Zusammen repräsentieren die Projekte Investitionen in Höhe von über 1 Milliarde Euro.

Jedes der untersuchten Projekte im Bereich Gesundheitsbiotechnologie führte zu mindestens einer Innovation, beispielsweise zu Impfstoffen, regenerativen Therapien oder personalisierten Diagnostika. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die europäische Verbundforschung dazu beiträgt, wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Labor in die Anwendung und auf den Markt zu bringen: 40 % der Innovationen weisen demnach das Potenzial auf, neue Märkte zu schaffen, während 24,1 % bereits marktreif sind.

Der Bericht verdeutlicht außerdem die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit bei der Bewältigung globaler gesundheitlicher Herausforderungen. Durch die länderübergreifende Zusammenarbeit können Forschungsaktivitäten in einem Umfang, mit einer thematischen Breite und einer Geschwindigkeit durchgeführt werden, die über nationale Fördermöglichkeiten hinausgehen.

Langfristige und kontinuierliche Investitionen in die Gesundheitsbiotechnologie können dabei die Entwicklung und Weiterführung von Innovationen unterstützen. Der Bericht führt unter anderem die erste klinische Studie Europas mit einer stammzellbasierten Therapie für Parkinson als Beispiel für aufeinander aufbauende Förderungen an.

Den vollständigen Bericht „Securing Europe’s biotech lead“ finden Sie auf der Website der Europäischen Union.